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Gutsparks in der Prignitz PDF

Torsten Foelsch

400 Jahre ländliche Gartenkunst in der Prignitz – das ist ein längst überfälliges Buch zur Geschichte der vielen kleinen und großen Gutsparks in der nordwestlichsten Landschaft der Mark Brandenburg. Diese beeindruckende Vielfalt noch heute erhaltener Parks und Gärten auf dem platten Lande ist eben sehr viel mehr, als nur märkischer Sand. Hier hat sich trotz aller Verluste und geschichtlicher Zäsuren, ein wahrhaft dendrologischer Schatz gartengeschichtlicher Kostbarkeiten bewahrt, der vielfach vergessen, lange Zeit vernachlässigt, teilweise wiederentdeckt und heute liebevoll gepflegt zu dem großen kulturellen Erbe der Mark Brandenburg gehört.Nach seinem im Jahre 1997 erschienenen, vielfach beachteten Buch über die Herrenhäuser der Prignitz legt der Autor nun erstmals die Beschreibung ihrer sie umgebenden Gärten und Parks mit einer geschichtlichen Einordnung in die allgemeine Entwicklung der Gartenkunst und überdies einer reich bebilderten kunst- und siedlungsgeschichtlichen Einleitung vor, die dem Leser nicht nur die Gutsparks, sondern auch die Prignitz als kurmärkische Kulturlandschaft vorstellt. Bekannte und eher unbekannte Gartenanlagen treten dabei erstmals in den Focus einer größeren kunst- und gartengeschichtlichen Darstellung: Fretzdorf, Hoppenrade, Rühstädt, Wolfshagen, Groß Pankow, Gadow, Neuhausen, Meyenburg, Ponitz, Karwe, Kuhwinkel, Horst, Dallmin, Plattenburg, Krampfer, Retzin, Groß Langerwisch, Vahrnow, Kletzke, Quitzöbel, Demerthin u. v. a. m. werden in dem überaus reich bebilderten Buch beschrieben. Mit einer großen Anzahl historischer Aufnahmen werden auch heute völlig verwahrloste (Krampfer) oder gar verschwundene (Wolfshagen und Putlitz) Gutsparks dem Vergessen entrissen und in ihrer einstigen schönsten Blüte vorgestellt. Der Autor hat ihnen damit ganz bewußt stille Denkmäler der Erinnerung gesetzt.Wie immer, schöpft der Autor das Material aus seinen jahrelangen Forschungen in privaten und staatlichen Archiven und beschreibt in lockerer Form die Entstehung und Entwicklung der Gartenkunst auf den ländlichen Gütern von den frühen Anfängen um 1500, über die formalen Barockgärten bis hin zu ihrer höchsten Blüte im Zeitalter der von den englischen Gärten des 18. Jahrhunderts inspirierten und von Peter Joseph Lenné und seinen Schülern in Preußen ganz wesentlich geprägten Landschaftsgärtnerei, die letztlich im Verlaufe des 19. Jahrhunderts bis heute gestalterischer Maßstab und Inspiration für jede Prignitzer Parkanlage, sei es auf den größeren Rittergütern oder auch an den kleinen Hofmannshäusern der Vorwerke oder bürgerlichen Gutswirtschaften gewesen ist. Dabei finden zahlreiche, zum großen Teil noch nie veröffentlichte historische Abbildungen Verwendung, mit denen das Thema illustriert wird. Der Autor vergißt dabei auch nicht, die handelnden Akteure in Wort und Bild vorzustellen, also jene Familien, die diese Parks und Gärten anlegen ließen, sie z. T. selbst ersannen oder aber bedeutende Gartenkünstler mit ihrer Planung beauftragt haben. Außerdem stellt er, da wo es seine Forschungen ermöglicht haben, auch die Namen der tätigen herrschaftlichen Gutsgärtner vor, denen die Umsetzung der Gartenpläne und schließlich ihre tägliche Pflege anvertraut war. Wo immer möglich, werden ihre Namen und wenn auffindbar, auch ihre Porträts abgebildet. Somit bleibt das Buch nicht bei einer nüchternen gartenhistorischen Betrachtung, sondern erhält überdies viele personengeschichtliche, private Einschläge und eine kultur- und alltagsgeschichtliche Note, was den opulenten Band zu einem vorzüglichen Lese- und Bilderbuch der Lebenswelten des Prignitzer Adels macht.Eine tief einschneidende Zäsur für die ländliche Gartenkunst und auch einen vollständigen Wandel bedeutete schließlich das Kriegsende 1945 vor 70 Jahren. Mit den Enteignungen des Großgrundbesitzes und der Umnutzung der Herrenhäuser, Schlösser und Burgen vollzogen sich gravierende Veränderungen auf dem Lande, die faktisch das Ende der ländlichen Gartenkunst bedeuteten. Auch auf diese Phase der Stagnation, des Verfalls, aber auch der Spurensuche und des Neubeginns nach 1989 geht der Autor anhand vieler Beispiele ein und gibt am Ende einen optimistischen und auch mahnenden Ausblick auf die ländliche Gartenkunst der Gegenwart.

Die Gutsparks in der Prignitz.: Nicht nur märkischer Sand ...

3.39 MB DATEIGRÖSSE
9783981637724 ISBN
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Aktuelle Bewertungen

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Sofya Voigtuh

am Rand des ehemaligen Gutsparks Retzin, 80 m westlich des ehemaligen Gutshauses (Koordinaten fehlen! Hilf mit.) Erhaltung und Pflege eines der ältesten Exemplare der Art in der Prignitz 3 Sumpfzypresse (Tyxodium distichum) Retzin: am Rand des ehemaligen Gutsparks Retzin, ca. 1100 m südlich des ehemaligen Gutshauses (Koordinaten fehlen! Hilf

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Mattio Müllers

Stadt Pritzwalk . Unsere Stadt - Pritzwalk im Herzen der Prignitz . Schon von weitem grüßt der eindrucksvolle Turm der Nikolaikirche den . Besucher, der sich der Stadt nähert. Im Zentrum der Prignitz gelegen, offenbart Pritzwalk dem Gast seinen besonderen Charme.

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Noels Schulzen

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Sieben Parks in der Prignitz Geschichte und Zustand der Gutsparks der Gans Edlen Herren zu Putlitz Über die brandenburgischen Gutshäuser und deren Geschichte ist viel geschrieben worden. Wie unterschiedlich es diesen ergangen ist, ist hinlänglich bekannt. Viel weniger weiß man jedoch über die ländlichen Parkanlagen, die zumeist die

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Gutspark Gadow, Prignitz, Gadow (19309)